Ein Projekt des Vereins „Europäische Zukunftsregion Klützer Winkel e.V.”
 Projekt
 ◊  Home
 ◊  Über uns
 ◊  Projekt
 ◊  Förderung
 ◊  Produkte
 ◊  Informationen
 ◊  Kontakt
 ◊  Impressum
 
Die Internet-Adresse finden Sie unter dem Menuepunkt: FÖRDERUNG
gefördert durch die
Gemeinschaftsinitiative
LEADER+
Die Internet-Adresse finden Sie unter dem Menuepunkt: ÜBER UNS
Europäische
Zukunftsregion
Klützer Winkel e.V.
 

Algen (Rot-, Grün- oder Braunalgen) werden in weiten Landesteilen des
Landes Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus teilweise auch zusammen
mit Seegras an die Strände angespült. Im Zuge der Strandreinigung an den Bade-
stränden werden diese Rohstoffe zum größten Teil immer noch Deponien zugeführt.

Inzwischen wurden durch ein von der EU gefördertes LIFE-Umwelt-Projekt
(dessen Organisator das Amt Klützer Winkel ist) Möglichkeiten erarbeitet, Seegras
zu Isoliermaterial oder zu Tierstreu zu verarbeiten (Informationen entnehmen Sie
bitte der Homepage www.life-seegras.de).

Ein weiteres Projekt, an dem das Amt Klützer Winkel beteiligt ist, ist das europäische
Forschungsprojekt BIOPAL, das Anwendungsmöglichkeiten von Algen und See-
gras in der Automobilindustrie z.B. in Kombination mit Polymeren untersucht
(Details finden Sie demnächst unter www.biopal-euproject.org).
Man hat im Klützer Winkel nach weiteren Verwertungsalternativen für Algen gesucht
und in einer Vorläuferstudie entdeckt, dass eine Papierherstellung aus Algen sehr gut
möglich ist.

Mit finanzieller Unterstützung seitens der EU-Kommission konnten die Voraussetzungen
für eine Algenwerkstatt zur Papierherstellung aus Algen in der ehemaligen "Alten
Schmiede" Damshagen geschaffen werden, in der zwei Arbeitsplätze entstanden sind.

Kommunikationszentrum - Alte Schmiede - Früher Kommunikationszentrum - Alte Schmiede - Heute
Vorher Nachher

Dieses Gebäude wurde von der Gemeinde Damshagen saniert und zu einem Kom-
munikationszentrum hergerichtet, in dem Bürger, Wirtschaftsverbände, Landwirte
aber auch im Bereich des Tourismus Tätige die Möglichkeit haben, auf das Internet
zuzugreifen und mit Partnern aus anderen Regionen zu kommunizieren. Neben der
Nutzung des Gebäudes als Algenwerkstatt befinden sich dort die Feuerwehr, die
Bibliothek, ein internationales Praktikantenzentrum sowie Räume für Qualifizierungs-
und Umschulungsmaßnahmen benachteiligter Bevölkerungsschichten und eine
Jugend- und Seniorenbegegnungsstätte.

Außer den Räumlichkeiten mussten die entsprechenden Geräte zur Papierherstellung
aus Algen beschafft werden (spezielle Schöpfwannen aus Edelstahl, Schneid-, Trocken-
und Pressgeräte sowie selbst hergestellte Schöpfrahmen in den verschiedenen Größen).

Algenpapierherstellung Algenpapierherstellung Algenpapierherstellung

Neben der Kostenersparnis bei der Entsorgung von Strandgut für die Gemeinden kann
ein maritimes, regionales Produkt entwickelt werden, das für verschiedene Verwen-
dungszwecke angeboten werden kann. Dabei sollen Künstler angesprochen werden,
die Naturpapiere sehr gerne für ihre Arbeiten benutzen, aber auch andere Bereiche
wie Gaststätten, Gemeinden, Druckereien sowie Touristen und Einheimische, die
durch das Schöpfen von Algenpapier eine Freizeitbeschäftigung erhalten.

Im späteren Verlauf wird angestrebt aus Algen Extrakte zu gewinnen, die im
kosmetischen und pharmazeutischen Bereich zu neuen Produkten und Wirkstoffen
verwendet werden können.

Die Verwertung von Strandgut zur Entwicklung regionaler Kreisläufe ist ein Leitprojekt
des "Raumnutzungskonzepts zur nachhaltigen Wirtschafts- und Siedlungsentwicklung
der west-mecklenburgischen Ostseeküste".

 

 

   Seitenanfang
  © Copyright 2004 - Alle Rechte vorbehalten.